Dass Krafttraining  positive Auswirkungen auf den Körper eines Erwachsenen hat, ist seit längerer Zeit wissenschaftlich bewiesen. Doch welche Auswirkungen haben schwere Gewichte & Co. auf den Körper von Kindern?

Das Thema Krafttraining im Kindesalter wird noch heute kontrovers diskutiert. Auf der einen Seite gibt es die Befürworter, welche ein gezieltes und altersgemäßes Training im Sinne der Leistungssteigerung und Haltungsprophylaxe sehen (Weineck,2003).  Auf der anderen Seite haben wir die Kritiker, welche ein Krafttraining unterhalb des 8-10 Lebensjahr als nicht sinnvoll erachten (Hollmann & Hettinger, 1990).

Bewegung im Kindesalter trainiert nicht nur die Kraft und Kondition, sondern auch die koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Diese werden in früheren Jahren  zunehmend geschult und verinnerlicht, sodass es Kindern mit einem breiten Sportangebot leichter fällt bestimmte Bewegungsmuster zu erlernen und in späteren Jahren wieder abzurufen. Eine besondere Rolle hierfür ist die Wiederholung der Bewegung, da nur mit einer regelmäßigen körperlichen Belastung der Körper trainiert und seine motorischen Fähigkeiten verbessert werden.  Neben den zahlreichen positiven Effekten auf den Körper, nimmt Sport in der Kindheit ebenfalls eine psychosoziale Rolle ein. Durch einen bewegten „Lifestyle“ , lernen Kinder in der Gruppe zu interagieren und entwickeln eine Form der work-life-balance, die auch im spätere Alter von Vorteil ist.

Fröhlich et. al (2008) weißen in ihrem Werk darauf hin, dass die Thematik „Krafttraining im Jungendalter“ noch sehr wenige empirische und qualitativ hochwertige Studien aufweisen kann. Zusammenfassend beschreiben sie jedoch keinen konkreten negativen Zusammenhang von Krafttraining im Kindesalter, sondern weißen auf eine Vielzahl an positiven Effekten auf, die physiologisch, morphologisch und psychosozial sind.


Unser weekly-Team empfiehlt im Kindesalter vor allem ein breitgefächertes Angebot an Bewegung und Sport zu ermöglichen. Dadurch wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, unterschiedliche Sportarten auszuprobieren und eigene Interessen und Stärken zu finden.

Gleichzeitig möchten wir auf unser Studentenpaket hinweisen – ab der Pubertät empfehlen wir ein regelmäßiges funktionelles Krafttraining und angeleitetes,  eingestelltes Maschinentraining.

 

Quellen:

Hollmann, W. & Hettinger, T. (1990). Sportmedizin – Arbeits-und Trainingsgrundlagen.Stuttgart, New York: Schattauer.
Weineck, J. (2003). Optimales Training. Leistungsphysiologi-sche Trainingslehre unter besonderer Berücksichtigung desKinder- und Jugendtrainings.Balingen: Spitta
Michael Fröhlich et al. (2008). Kraft und Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen– aktueller Stand1Schwerpunkt apparatives Krafttraining